Neues aus dem Europäischen Drogenbericht 2017:  

Zur Legalisierungs-Diskussion von Cannabis /

Besondere Gefahren bei Cannabis-Konsum von Jugendlichen

Laut Europäischen Drogenbericht vom Juni konsumierte jeder fünfte Deutsche (genau 19,5 %) im Alter zwischen 18 und 24 Jahren im Jahr 2015 mindestens einmal im Jahr Cannabis.

(Im Alter zwischen 25 und 34 Jahren sind es noch 9,3% ; zwischen dem 35. und 44. Lebensjahr noch 4,3%)

Zehn bis zwanzig Prozent aller regelmäßigen Kiffer laufen Gefahr, abhängig zu werden. Für Konsumenten, die schon als Jugendliche regelmäßig Cannabis geraucht haben, steigt das Risiko auf fünfzig Prozent.

Der psychisch wirksame THC-Gehalt hat sich in den letzten Jahrzehnten ca. verdreifacht.

Die Gefahr vom Cannabis abhängig werden zu können, hat sich auch dadurch stark erhöht. Die Suchtpotenz von Cannabis ist heute sogar höher als die von Alkohol.

Cannabis wirkt sehr komplex auf fast alle Botenstoffe im Gehirn. Es verändert die Systeme dieser Neurotransmitter über den Rausch hinaus. Es kommt zu den bekannten Symptomen wie Konzentrationsstörungen, Motivationsstörungen, die Unfähigkeit, Probleme im Auge zu behalten und Probleme mit der Steuerung der Emotionen. Nach drei, vier Jahren Cannabis-Konsum sieht man bei Jugendlichen häufig allgemein Störungen in der geistigen und psychischen Entwicklung.

(Alle Angaben aus der „Welt am Sonntag“ vom 9. 7. 2017)